Mittwoch, 18. September 2019

Veranstaltungshinweise des ELKK für Oktober 2019










Offener Leseabend

Mitglieder des Europa-Literaturkreises Kapfenberg lesen neue Texte. Anschließend besteht die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre darüber zu diskutieren.
Auch die Besucherinnen und Besucher dieser Veranstaltung sind eingeladen eigene Texte mitzubringen, zu lesen und gemeinsam zu besprechen.

Termin:           Donnerstag, 03. Okt. 2019
Beginn:           19:00 Uhr
Ort:                 Kapfenberg, KUlturZentrum, Mürzgasse 3 / 2. Stock

Eintritt frei!



Literaturcafé

Gespräche über literarische Gedenktage, Vorstellung neuer Bücher, u. v. m.
Diesmal besprechen wir u. a. Leben und Werk von Doris Lessing (100. Geburtstag) und
Karl Gjellerup (100. Todestag).
Auch Gäste haben die Möglichkeit, ihre Lieblingsbücher und Lieblingsautoren vorzustellen.

Termin:           Donnerstag, 17. Okt. 2019
Beginn:           19:00 Uhr
Ort:                 Kapfenberg, KUlturZentrum, Mürzgasse 3 / 2. Stock

Eintritt frei!

Donnerstag, 29. August 2019

Veranstaltungs-Ankündigung

Auch das Wetter spielt mit! Für Samstag ist bis zum späten Abend traumhaftes Sommerwetter vorhergesagt – was hindert daran, die Kapfenberger Altstadt aufzusuchen und diese PRICKELND zu erleben?

Hier
gibt es erotische Texte und Getränke:


am: 31.08.2019
ab:   18:00 Uhr
im:   Dolce & Caffiano / IVK-Internationaler Verein Kapfenberg /
         Liberty Corner / palmars / Papa Joe's / Politik Traffik / Schicker-Mocca

Wann gibt es das wieder, dass Kapfenberg sprudelt, prickelt!
Die Prosecco-, Sekt- und Champagner Perlen schäumen, perlen um die Wette mit den Texten der Autoren des Europa Literaturkreises!
Das gab es noch nie in Kapfenberg, und wer weiß, wird es das jemals wieder geben? Nicht weil die Texte so schlüpfrig wären, oder so erotisch (natürlich das auch), aber ob eine Wiederholung sinnvoll ist?
Lassen wir uns überraschen, Sie, die Besucher, wir die Autoren genießen wir das Flair unseres schönen Hauptplatzes, lasst uns bummeln von einem Lokal zum andern, folgt uns oder bleibt sitzen, wir kommen überall hin.
Überall? Ja zu all jenen Lokalen die am Plakat angeführt sind. Die Autoren sind meist paarweise unterwegs, und sie lassen nix aus. Wenn Sie also irgendwo besonders gemütlich sitzen und der Champagner dort außergewöhnlich gut schmeckt, die Nächsten kommen ganz bestimmt und zwar im 30 min Rhythmus – na so genau kann man das nicht sagen, denn auch die Autorinnen und Autoren wollen einmal (nur??) ein Glas Sekt kosten. Aber wir bemühen uns, alle 30 Min. das Lokal zu wechseln und damit für Abwechslung zu sorgen.
 So gegen Mitternacht, nein man soll nicht übertreiben, aber nach 20h werden wir aufhören, uns in ein Lokal zurückziehen und dann in Ruhe unseren Dichtersekt trinken!

Danach werden Sie allein gelassen und der gesamte Samstagabend steht Ihnen noch zur Verfügung.

Die Mitglieder des Europa Literaturkreises laden Sie ein, einen herrlichen Spät-Sommerabend mit uns zu verbringen! Also, liebe Kapfenberger kommt und staunt!

LUST auf einen prickelnden Abend bekommen?

Die Krimis am Samstagabend im TV kennen Sie sowieso schon alle! Und wer weiß, wie lange es noch so schöne Sommerabende geben wird!


Hans Bäck
Europa Literaturkreis Kapfenberg
Tel. 0043/676/5136045
alt. 0043/664/8373313

Sonntag, 25. August 2019

"Kapuzenjunge" - Buchbesprechung


Heinrich von der Haar
Kapuzenjunge
Kulturmaschinen Verlag Ochsenfurt
ISBN 978-3-943977-90-5

Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, eine Vorbemerkung:

Am 21. 8. wurde das Buch zugestellt, ich begann  am Abend mit der Lektüre, und war am 22. 8. um 02h15 fertig. Meine Notizen zusammengeräumt, ins Bett und am Vormittag ins Cafe. Ab 12h zu Hause und im Radio auf Ö1 das Mittagsjournal gehört. Da war die Journalistin und Buchautorin Petra Ramsauer zu Gast und sprach mit dem Moderator über die Rückholung der IS-Kinder und Waisen nach Deutschland und Österreich. Plötzlich ergab sich für das Buch von Heinrich von der Haar eine ungeahnte Aktualität! Was ist zu tun? Diese Kinder in dem mörderischen Milieu zu belassen, den Großeltern die Kinder und die Verantwortung übertragen, diese Kinder zu Hause aufzunehmen und zu Deutschen und Österreichern zu erziehen? Die Journalistin sprach wörtlich von wandelnden Zeitbomben, die in diesen syrisch/kurdischen Lagern heranwachsen. – Dieses Interview war nicht einmal 24 Stunden nach der Lektüre des „Kapuzenjungen“!!
Doch nun zu dem neuen Roman von Heinrich von der Haar:

Vor einigen Jahren begann er mit dem Erfolgsroman „Mein Himmel brennt“, es folgte der „Idealist“, wir kennen daher die Protagonisten weitgehend: Heiner hat einen libanesischen Jungen, Vollwaise, bei sich aufgenommen, will ihn zu einem vollwertigen und akzeptierten Mitglied der deutschen Gesellschaft machen. Der alleinerziehende Vater scheut sich nicht, seine gesellschaftlichen Ideale, wie Gewaltfreiheit, fördernde Erziehung, klassenlose Gesellschaft, Überwindung des Konsumzwanges und Kapitalismus auch bei der Erziehung seines Jani umzusetzen. Als Lehrer in berufsbildenden Institutionen für benachteilige Jugendliche kennt er die Anforderungen und Erwartungen. Verhaltensauffälligkeiten des kleinen Jani bereiten Probleme im Kindergarten, später in der Schule, bei den Mitschülern und vor allem deren Eltern. Auseinandersetzungen im Zusammenleben mit Heiner und dessen Partnerinnen wechseln ab mit wunderbaren Kindheitserlebnissen. Frustrierende Erscheinungen des beginnenden Konsumterrors beim Kind zeigen sich: Bis es endlich zur Adoption kommt, vergehen Jahre, die Entwicklung des Jungen nimmt immer krassere Auswüchse an. Es hat zeitweise den Anschein, dass der Sport sein deutlich zu Tage tretendes Anderssein übertüncht. Doch auch im Mannschaftssport wird die ausgeprägte Individualität des Jungen zum Problem. Die sich häufenden pubertären Auswüchse bringen Heiner nicht nur einmal an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Als alleinerziehender Vater, der auch beruflich voll gefordert ist, den Haushalt zu schupfen hat, eine Beziehung zu Ruth aufbauen und leben möchte, hat er mehrfach die „Nase voll“. Beigezogene Therapeuten, Schulpsychologen, Schuldirektoren aber auch einfache Lehrer, sie alle wollen, aber können nicht helfen. Letztlich bleiben Jani und Heiner allein.
Es kommt was, kommen muss: Abgleiten in die Kleinkriminalität, dann immer rasanter in die Drogenszene bis zur vollkommenen Karriere als Profidealer, Schläger, Dieb, bis zu einer Verurteilung vor dem Jugendstrafgericht und später dem Tod einer Freundin aus der Clique des Jani.
Das Ende der Personen und des Romans verschweige ich, das sollen die Leser selbst erfahren.
Soweit das, worum es im neuen Roman von Heinrich von der Haar geht. Eines steht fest: Schreiben, Spannung aufbauen, das kann er, der Heinrich!
Doch das hat er in den beiden Vorgängerromanen bereits gezeigt - flüssig geschrieben, die Spannung treibt unerbittlich weiter, es bleibt kaum eine Atempause während der Lektüre. Und doch...
Der Rezensent stockt.
Das Entstehen des Buches konnte ich teilweise miterleben, das Ringen des Autors mit sich und dem Stoff, das Verwerfen, Neubeginnen, Umschreiben... den ganz normalen Alltag des Schriftstellers, der mit sich, dem Stoff, dem Wort, der Materie ringt. Was will Heinrich von der Haar? Ist es nicht genug, eine tolle Story zu haben, die den Leser fesselt bis zur letzten Seite? Es soll auch die Weltanschauung des Autors Platz finden! Verzweifelt schildert der Autor, wie sein Protagonist das Anderssein seines Sohnes nicht zur Kenntnis nehmen, nicht wahrhaben will. Es darf nicht sein, was nicht sein kann – möchte man dem Heiner zurufen! Die unendliche Güte, das Immerwährende Verstehen, Verzeihen des Vaters, dessen nächtelangen Suchaktionen nach dem Jungen in den Drogenbars Berlins, den Bahnunterführungen, den Müllhalden, Polizeiwachzimmern, Krankenstationen, es hat für den Leser nach etwa 300 Seiten etwas Mutter-Theresa-Haftes, wird unglaubwürdig, unbegreiflich, nicht mehr nachvollziehbar. Alle Begleitpersonen, Pädagogen, Therapeuten sind in einer Hilflosigkeit dargestellt, wie sie niemals auf die Menschen losgelassen werden dürften! Sind diese beruflichen und beamteten Helfer in Berlin wirklich alle Versager, selber Alkohol und Drogenabhängige oder einfach nur Desinteressierte?
Man glaubt es nicht, kann und will es nicht glauben


Hans Bäck
Europa Literaturkreis Kapfenberg
FDA-NRW
PEN Trieste

Eine Rückschau: Lesung im Schlosspark Thörl


von Hans Bäck

Es gibt diese Motschkerer, diese Besserwisser, die da meinen ...

Nein, ich lasse mir die Gute Laune nicht verderben. Es ist wie es ist und so ist es gut!
Was los ist? Nix besonderes, nur dass Andreas und ich, gemeinsam mit unserem kongenialen Musiker „Little Mo“ einen wunderbaren Abend im Park des Schlosses Thörl hatten, einen Abend mit Literatur, Musik, Spaß, gute Laune, fröhlichen Menschen, sogar einem kleinen Einkommen durch die freiwilligen Spenden und dem Verkauf einiger Bücher. Also alles bestens!
Aber ja, und diejenigen, die da meinten, mit Literatur habe unser Buch nicht viel zu tun, nun denen gebe ich den Guten Rat: Lest einmal das durch, was Andrea und ich da geschrieben haben! Das ist erstens nicht so ohne und zweitens hat es durchaus tiefen Sinn und ist drittens sorgfältig gearbeitet und daher waren die Lobes- und Dankesworte die wir persönlich oder via Facebook sehr angenehm für uns und geben uns den Elan bald wieder einen Auftritt mit „Frau agiert, Mann reagiert“ zu planen.
Doch der Reihe nach: Fam. Hempel-Hubersting und die Gemeinde Thörl haben uns den Auftritt ermöglicht und dafür einmal ein ganz großes DANKE SCHÖN!
Ich habe nun schon etliche Lesungen hinter mir, auch in wunderschönen Gebäuden, alten Schlössern, unter rauschenden Bäumen, vor der rauschenden Brandung, natürlich auch in stillosen nüchternen Räumen von Buchhandlungen und Bibliotheken, sogar ein alter Palazzo war schon dabei, jedoch diese Lesung in Thörl war ein besonderes Erlebnis! Die charmante Gastgeberin hatte mit ihren Helfern alles vorbereitet, wir mussten nur mehr kommen und konnten zu lesen beginnen! Sogar die Anschlüsse für die Verstärker des Musikers waren vorbereitet. Und über das Ambiente in dieser zauberhaften Kulisse muss ich extra nix mehr sagen, die Bilder sprechen für sich.
Und wie viele Gäste gekommen sind! Zuerst dachten wir, da sind so viele Sitzgelegenheiten aufgebaut, die werden doch nie voll! Und dann mussten aus dem Schloss noch Sessel geholt werden! Am „Land“ ist es schon was anderes, das gebe ich zu, in der Stadt sind die Notwendigkeiten womöglich vielfältiger, aber dass unter den vielen Besuchern unserer Veranstaltung der amtierende Bürgermeister von Thörl und dessen Vorgänger anwesend waren betrachten wir als besondere Auszeichnung. Vielleicht gelingt es uns in Kapfenberg auch einmal den Bürgermeister bei einer unserer Lesungen begrüßen zu können (oder wenigstens den Kulturreferenten). 

Sehr geschätzte Leser meiner Newsletter! Ohne jedes Eigenlob, das war wirklich eine Spitzenveranstaltung. Nach der großartigen Lesung im Friseursalon Baumann nun das in Thörl, wohin sollen wir uns noch steigern? Jedenfalls, es hat uns genauso wie den Publikum riesigen Spaß gemacht und uns angespornt nachzudenken, wo noch und wie und wann und mit welchen „Zutaten“ – Seid versichert, wir haben noch einige Ideen!
Der Schlosspark noch ohne Besucher, aber in seiner vollen Schönheit!

Der Empfang durch die Gastgeber und die Eröffnung der Veranstaltung






















 






und dann starteten wir!


 

 




















noch ein Blick ins Publikum! Wir lasen und musizierten fast eineinhalb Stunden und das Publikum
machte keine Anstalten fortzugehen, früher aufzubrechen ... Einfach fantastisches Besucher! Es blieb auch noch genügend Zeit um untereinander zu diskutieren, die angebotenen Köstlichkeiten aus Schlosskeller und vom Büffet zu verkosten. Jedenfalls, nach Meinung vieler (alle konnten wir nicht befragen) ein überaus gelungener Abend!